90 Meter lange behindertengerechte Rampe am Gebäudekomplex des „Kronprinsen“
„Kronprinsen“, das Hochhaus mit der blauen Mosaikfassade, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Malmö. In Malmö wurde ein ganzes Stadtviertel mit Wohn- und Geschäftsgebäuden geplant und errichtet. Der erhöhte Innenhof erstreckt sich über Teile des Viertels und ist vollständig barrierefrei gestaltet – mit einer rund 90 Meter langen behindertengerechten Rampe von Weland.
Heimstaden ist eines der führenden Immobilienunternehmen Europas und verwaltet die Wohnungen sowie das Stadtteilzentrum des „Kronprinsen“. Der 17.000 m² große Innenhof wurde im Rahmen einer umfassenden Neugestaltung des gesamten Viertels renoviert. Die früheren behindertengerechten Rampen in den Innenhof aus den 1960er Jahren waren steil und entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Barrierefreiheit. Die vielen teils erheblichen Höhenunterschiede im Hofbereich stellten für den Generalunternehmer NCC eine planerische Herausforderung dar. Der Innenhof liegt zwei Stockwerke über dem Straßenniveau und verfügt seinerseits über drei verschiedene Ebenen mit Zwischenpodesten.
Komplexe Umgebung
– Zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt lagen zwei Meter, die baulich ausgeglichen werden mussten, erklärt Maxine Persson, Bauleiterin bei NCC.
Die neuen Rampen sind mehr als doppelt so lang wie die bisherigen. Zur Überbrückung des großen Höhenunterschieds wurden zwei Rampen à je 33 Meter geplant. Darüber hinaus wurde eine kürzere gerade Rampe mit Zwischenpodest mit einem Meter Höhenunterschied gebaut. Ein ungewöhnlich umfangreiches Rampenprojekt, so Albin Jonsson, Vertriebsmitarbeiter bei Weland
Bei derart großen Höhenunterschieden wird in der Regel ein Aufzug in Betracht gezogen. Daher freut es uns umso mehr, dass sich der Kunde für eine Rampe entschieden hat – und wir unsere Stärke bei einem derart anspruchsvollen Projekt zeigen konnten, sagt Albin.
Die Wahl fiel auf eine Rampenlösung, um den Innenhof durchgängig und barrierefrei zugänglich zu gestalten. Aus betrieblicher Sicht ist die Rampe zudem praktisch wartungsfrei, während ein Aufzug eine technische Anlage ist, die regelmäßige Wartung erfordert. Auch andere relevante Faktoren mussten während des Projekts beachtet werden.
Da der Innenhof nicht auf Bodenniveau, sondern auf einer Tragkonstruktion über einem Parkdeck befindet, ergaben sich spezielle bauliche Anforderungen. Es wurde eine leichte und flexible Lösung ohne Betonarbeiten oder schwere Befestigungen benötigt.
– Die Rampen von Weland sind funktional, leicht zu montieren und fügen sich architektonisch gut ein, sagt Patrik Rooth, Standortleiter bei NCC.
Ein Verfahren, das überzeugt
Neben den Rampen wurden auch weitere relevante Elemente für die Barrierefreiheit geliefert. Zwischen den Eingangsbereichen der Wohngebäude und dem Innenhof verlaufen begehbare Stege mit Eingangsgittern. Insgesamt verbinden 15 Eingangsgitter und 3 Treppen – alle von Weland – für eine Anbindung des Innenhofs. Zur Gewährleistung projektspezifischer Lösungen erfolgte eine enge Abstimmung zwischen Patrik und den unterschiedlichen Fachbereichen bei Weland – von der Projektierung über die Konstruktion bis hin zum Vertrieb.
– Es war das erste Mal, dass wir mit Weland bei einem so großen Projekt zusammengearbeitet haben. Besonders positiv war, dass wir bereits mit den technischen Zeichnungen ein verbindliches Lieferdatum bekamen. Wir würden Weland auch bei zukünftigen Projekten gern wieder als Partner sehen, sagt Patrik.
Patrik Rooth, Standortleiter bei NCC
Veröffentlicht: 26.03.2026